Geschichte

Der Verein hat sich seit seiner Gründung 1901 sehr positiv entwickelt und durch den Umstand, dass die Nachwuchsförderung in der Musikschule sehr gut funktioniert, ist der Verein in der glücklichen Lage, regelmässig Jungbläser in den Verein aufnehmen zu können. Heute zählt der Verein gegen 40 Aktivmitglieder. Die MGGA nimmt regelmässig mit grossen Erfolgen an Musiktagen, Kantonalen und eidgenössischen Musikfesten teil, so kann als musikalischen Höhepunkt sicher der 1. Rang in der 3. Stärkeklasse am Berner Kantonal-Musikfest 1999 in Huttwil bezeichnet werden. Neben den verschiedenen Besuchen von Musikfesten hat der Verein ein anspruchsvolles und vielfältiges Jahresprogramm zu bewältigen. So beispielsweise die Auftritte an kirchlichen Feiertagen und an offizielen Anlässen, sowie diverse spezielle Ständchen. Daneben gibt es noch das Jahreskonzert im November und auch das traditionelle Bellevuefest, welches jeweils am ersten Juliwochenende durchgeführt wird. Mit den Auftritten in den drei Gemeinden Grossdietwil, Altbüron und Fischbach gehört die Musikgesellschaft Grossdietwil – Altbüron zu einem wichtigen Kulturträger im Rottal.

Zusammenfassung der letzten 100 Jahre
Die Gründung der heutigen Musikgesellschaft Grossdietwil-Altbüron geht auf das Jahr 1901 zurück. Bereits im letzten Jahrhundert bestand eine Feldmusik und ab 1879 eine Musikgesellschaft im Rottal. Dieser Verein wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufgelöst und 1901 erfolgte die Gründung des heutigen Vereins.

Als Gründer tritt Franz Koller auf, der in der ersten Zeit hart um das überleben der neuen Musikgesellschaft kämpfen musste. Die neuen Mitglieder verstanden anfänglich praktisch nichts von Musik, so dass Franz Koller gezwungen war , die Musikanten „anzulernen“. Nachdem sich die zwölf Gründungsmitglieder die musikalische Grundkenntnisse angeeignet hatten, ging es mit dem Korps ständig aufwärts. Franz Koller leitete den Verein nicht weniger als 40 Jahre lang, um dann die Stabführung seinem Sohn Franz Koller-Luternauer zu übergeben.

Um das Jahr 1950 durchlief der Verein eine tiefe Krise. Die Mitgliederzahl ging rapid zurück. Dank dem Durchhaltewille einiger Musikanten hat der Verein dieses Tief überwunden. Seit dieser Zeit hat sich der Verein sehr positiv entwickelt und die Mitgliederzahl ist wieder gestiegen. In der Folge war die Ausbildung von Jungmusikanten ein grosses Anliegen des Vereins, bevor die Bläserausbildung durch die Musikschulen übernommen wurde. Heute zählt der Verein gegen 45 Aktivmitglieder.

Im Jahre 1937 trat die Musikgesellschaft Grossdietwil-Altbüron dem Luzerner Kantonal-Musikverband bei. Im darauf folgenden Jahr hat der Verein erstmals an einem Luzerner Kantonal-Musikfest in Willisau teilgenommen. Die MGGA belegte in der 4. Stärkeklasse den 1. Rang. In der Folge hat der Verein regelmässig mit grossen Erfolgen an Musiktagen, kantonalen und eidgenössischen Musikfesten teilgenommen. Als musikalischen Höhepunkt kann sicher der 1. Rang in der 3. Stärkeklasse anlässlich des Berner Kantonal-Musikfestes in Huttwil 1999 bezeichnet werden.

Einen ganz grossen Anlass des Luzerner Kantonalen Blasmusikverbandes durfte unsere Musikgesellschaft im Jahre 1993 durchführen, nämlich den Luzerner Kantonalmusiktag. OK-Präsident Oswin Bättig musste alle Kräfte der drei Rottalgemeinden, also unserer Pfarrei, aufbieten.

Der Verein hat in der hundertjährigen Geschichte Hochs wie auch Tiefs erlebt. Durch den grossen Einsatz, welche alle Mitglieder während des Vereinsjahres immer wieder erbringen, steht das Korps heute gefestigt da und erfreut sich einer guten Verankerung im Dorfleben des ganzen Rottals.

Jubiläen, Uniformen- und Fahnenweihen, Neu- oder Teilinstrumentierungen
Die ersten lnstrumente beschaffte man von der Firma Hirsbrunner in Sumiswald, später von der Firma Hug & Co. Luzern, 1942 fand eine umfassende Neuinstrumentierung durch die Firma J. Kobelt in Frauenfeld statt.

Die erste Fahne konnte die Musikgesellschaft Grossdietwil-Altbüron am 12. Mai 1907 einweihen. Sie zeigt auf rotem Grund in der Mitte das Luzernerwappen, darüber das Schweizerkreuz, darunter die Jahrzahl 1907, Der Name ,,Musikgesellschaft“ steht über dem Schweizerkreuz, ,,Grossdietwil- Altbüron“ unterhalb der Jahrzahl. Dieses Banner wurde von der Firma Felder in Schüpfheim angefertigt. Am weissen Sonntag 1911 trugen die Musikanten die erste Uniform. Diese bestand aus einem dunkelgrünen Rock, einer schwarzen Hose, Mütze und Ledertasche.

Eine feldgraue Uniform, von der Firma Franz Eggimann in Grosshöchstetten geschneidert, durfte die Musikgesellschaft im Jahre 1936 einweihen. Sie glich einer schweizerischen Offiziersuniform.

Zur 50-Jahrfeier im Jahre 1951 schaffte sich die Musikgesellschaft ein neues Banner an. Entworfen wurde dieses von Lehrer Josef Suter in Altbüron. Es zeigte auf weissem Grund eine gelbe Fanfare, oben links kombiniert in einem Wappenschild die Wappen von Grossdietwil und Altbüron, oben Grossdietwil und unten Altbüron. In der Ecke unten rechts stehen drei Blumen Sinnbild des Dreiklanges und darüber eine Note als Achtel und Sechszehntel mit dem Notenbalken verbunden. Hergestellt wurde das Banner von der Fahnenfabrik Siegrist in Langenthal.

Nach 28 Jahren war es wiederum an der Zeit, eine Neununiformierung durchzuführen. Die Feldgraue hatte ausgedient. Das gab im Jahre 1964 am 8. und 10. Mai ein grosses Fest. Die neue Uniform war schwarz mit roter Garnitur. Dazu eine Franzosenmütze.

In den sechziger Jahre ging der Trend bei den Blechmusiken von der CH-Besetzung mit Flügelhörnern und Trompeten weg zur englischen Brass Band-Besetzung. Dabei verschwanden die Trompeten. Das Flügelhorn ist nur noch in der Einzahl vorhanden und das nicht mehr als eigentliches Sopraninstrument. Seine Aufgabe liegt zwischen Sopran und Alt. Entweder pausiert es oder läuft mit Repiano oder Es-A1thorn. Es übernimmt aber auch solistische Partien allein oder mit Solo-Es-Althorn zusammen. Weiter tritt an die Stelle des Tenorhorns der Bariton und an dessen Stelle das Euphonium, wobei das Euphonium als wichtiges Tenorinstrument aber auch zur Verstärkung des Basses eingesetzt wird.
Die Neu-Instrumentierung anlässlich der 70-Jahrfeier im August 1971 wurde in diesem Sinne vorgenommen.

Das Fest der Fahnenweihe und 8O.Jahrfeier 1981 lief am 28,/ 29,/ 30. August und 1.Sept. in einem Festzelt auf dem Schulhausplatz über die Bühne. Die neue Fahne wurde von Heinrich Häfliger, Gemeindeamann von Langnau entworfen und von der Fahnenfabrik Sigrist in Langenthal hergestellt in den Farben grün, weiss, rot mit zwei geraden, gelben Posaunen.

Zum 85. Geburtstag hat sich die MGGA 1986 eine neue Uniform, roter Rock, hellgraue Hose und Mütze in den beiden Farben, angeschafft.

Zum 100-jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 2001 wurde eine dreitägige Feier auf dem Schulhausplatz Grossdietwil abgehalten. Anlässlich dieser Feier hat die MGGA eine Teil-Neuinstrumentierung vorgenommen.

Natürlich müsste in dieser Aufzählung auch das alljährlich stattfindende Bellevuefest erwähnt werden. Im Jahre 1928 fand im Altbürer Buchwald das erste Waldfest, ab 1932 das Wald und Gartenfest beim Bellevue in Erpolingen statt.